Für gesunde Wälder: Bundesministerium unterstützt Städte mit der Bundeswaldprämie

Die deutschen Wälder sind im Dauerstress, denn fast allen Baumarten haben Trockenjahre und Borkenkäfer hart zugesetzt.
Doch Schadflächen zu räumen und zu standortangepassten Mischwäldern umzufunktionieren, ist ein immenser Kostenfaktor – für private Waldeigentümer und für viele Kommunen.
Vielen Waldeigentümern fehlen schlichtweg die finanziellen Mittel, um die Wälder nachhaltig zu bewirtschaften.

Vor diesem Hintergrund hat die Bundeswaldministerin Julia Klöckner die Bundeswaldprämie entwickelt.
Die Nachhaltigkeitsprämie ist als unterstützende Finanzspritze gedacht.

  • Wenn Waldflächen eine Nachhaltigkeits-Zertifizierung haben, wird für jeden Hektar eine Prämie gezahlt.
  • Zudem muss die Zertifizierung mindestens zehn Jahre gehalten werden.

Per Videokonferenz übergab die Ministerin sieben Städten für insgesamt 5.833 Hektar Wald Bewilligungsbescheide in Höhe von 527.380 Euro.

Die Hansestadt Havelberg gehört zu den glücklich Prämierten.

Der stellvertretende Bürgermeister André Gerdel nahm den Bescheid auf digitalem Wege entgegen.
Er bedankte sich im Namen der Stadt, der Stadträte sowie der Bürgerinnen und Bürger:

»Die Hansestadt Havelberg besitzt ca. 800 Hektar Kommunalwald. Klimatische Veränderungen gelten auch hier im Nordosten von Sachsen-Anhalt als zentrale Herausforderung für die Stabilität der Wälder. Mit einer nachhaltigen Waldpflege und -verjüngung wollen wir sicherstellen, dass die Wälder auch zukünftig produktiv sind, eine hohe biologische Vielfalt aufweisen und für die Waldbesucher als Naherholungsgebiet zur Verfügung stehen.
Sicherlich ist dies nicht ohne klimabedingten Waldumbau möglich. Wir sind uns aber sicher, dass eine nachhaltige, naturnahe Bewirtschaftung des Waldes nicht nur von einem verantwortungsbewussten Umgang mit natürlichen Ressourcen zeugt, sondern auch im Sinne der Generationengerechtigkeit ein wichtiger Bestandteil der heutigen und zukünftigen Daseinsvorsorge ist.
#Ökologischer Fußabdruck der Kommune«

Über weitere Bewilligungsbescheide freuten sich die Kreisstadt Homberg Efze (Hessen), die Stadt Saalfeld (Thüringen), die Hansestadt Uelzen (Niedersachsen), die Stadt Paderborn (Nordrhein-Westfalen), die Stadt Neustadt (Hessen) und die Stadt Kaltennordheim (Thüringen).

Julia Klöckner sagte für das beherzte Waldengagement ‚Danke‘:
»Die Lage in unseren Wäldern ist dramatisch. Die kommunalen und privaten Waldbesitzer unterstütze ich deshalb mit dem größten Umbauprogramm der Geschichte. Ein Kernstück dabei ist unsere Bundeswaldprämie, mit der wir unbürokratisch und schnell helfen. Bundesweit schreibt sie eine Erfolgsgeschichte und führt zu einem Nachhaltigkeits-Schub. Denn klare Bedingung für den Erhalt ist der Nachweis einer forstlichen Zertifizierung, die über den gesetzlichen Standard hinausgeht. Dass das ein starker Anreiz ist, zeigt sich darin, dass bereits über 900.000 Hektar Wald neu zertifiziert worden sind.

Ich freue mich sehr, die Bescheide heute überreichen zu können. Gleichzeitig möchte ich ‚Danke‘ sagen, für das große Engagement: Ohne die Waldeigentümer – privat wie kommunal – werden wir die Schäden nicht beseitigen und die Wälder nicht an den Klimawandel anpassen können.«