Freude zu Heiligabend

Datumsbezug: 25.12.2017
Im Wohnpark "Am Camps" plauderten Bürgermeister Bernd Poloski und Sigrid Wiedenhöft auch mit Edith Stein.

Gute Tradition ist es, dass Bürgermeister Bernd Poloski an Heiligabend die Bewohner der beiden Seniorenheime in Havelberg besucht. Auch in diesem Jahr begleitete ihn wieder Sigrid Wiedenhöft aus dem Bereich Soziales der Stadtverwaltung. Beginn war im Wohnpark "Am Camps". Dort freute sich zum Beispiel Edith Stein über die Gäste. Anfang März 2012 war sie die erste Bewohnerin im neu eröffneten Seniorenwohnpark. Beinahe jeder Havelberger kennt die Seniorin, die einst Vor dem Steintor bei der Staatlichen Versicherung gearbeitet hat und bis ins hohe Alter mit dem Fahrrad unterwegs gewesen ist. Inzwischen blickt sie auf 92 Lebensjahre zurück.

Alle Senioren bekommen ein kleines Geschenk von der Stadt. Aber viel wichtiger ist ihnen, dass sie kurz mit dem Stadtoberhaupt plaudern können. Am Camps sind es aktuell 61 Bewohner, berichtet die Leiterin der Einrichtung Andrea Frommke. Im Seniorenzentrum sind es 78 Bewohner, sagt Pflegedienstleiterin Anke Rehfeldt.

Über den Besuch freute sich auch Herbert Walther. Im Moment ist der 95-Jährige erkältet, weshalb man ihn nicht auf seinen täglichen Spaziergängen rund um den Camps treffen kann. Auch das stürmische Wetter war nicht so einladend. Aber bald will er wieder seine Runden drehen, sagt er. Betty Knospe hatte in diesem Jahr bereits Besuch vom Bürgermeister, denn sie feierte ihren 90. Geburtstag. Gerhard Brenning plauderte mit Bernd Poloski und Sigrid Wiedenhöft über seine Zeit als Eisenbahner im Bereich Glöwen.

In den beiden Seniorenheimen wurde bereits vor Weihnachten einiges an Feierlichkeiten für die Bewohner geboten. „Weihnachten gehört der Familie“, sagt Andrea Frommke. Etliche Senioren bekommen Besuch von Kindern, Enkeln und anderen Verwandten, manche werden etwa zum Kaffee nach Hause geholt. Im Wohnpark gab es am Nachmittag des Heiligen Abends in den Wohnbereichen Weihnachtsfeiern. Am ersten Weihnachtstag fand am Vormittag der Weihnachtsgottesdienst der evangelischen Kirchengemeinde im Wohnpark statt. Das Mittagessen war natürlich auch ganz weihnachtlich. So gab es zum Beispiel am ersten Feiertag Ente mit Klößen und Rotkohl. Die Wi-Lafim mit Küchenchef Thomas Kaufmann kocht für beide Seniorenheime.

Im Evangelischen Seniorenzentrum wurde der Bürgermeister bereits von Friedrich-Wilhelm Mewes erwartet. Er überreichte ihm einen dicken Hefter mit der Chronik der Kleingartensparte „Einigkeit“. Bis zum Jahr 2010 hat der Senior, der 20 Jahre die Sparte als Vorsitzender leitete und nun eine Wohnung im Seniorenzentrum hat, alles aufgeschrieben und zum Beispiel Auszeichnungen und Wettbewerbe dokumentiert.

Begleitet von Pflegedienstleiterin Anke Rehfeldt und der gerontopsychologischen Fachkraft Peggy Lieberenz besuchten die beiden Gäste aus dem Rathaus auch hier alle Bewohner. Bei Richard Päsler konnten sie kurz zuschauen, wie er akribisch ein Zahlenfeld nach dem anderen mit Farbe füllt. Der 88-Jährige malt eifrig Bilder, von denen auch schon welche im Haus zu sehen sind. Derzeit ist er dabei, einen Leuchtturm zu malen. Wie der fertig aussehen wird, zeigte er anhand der Vorlage.
Horst Kobi sprach als früherer Dorfschullehrer in Neuermark-Lübars und Vehlgast mit dem Bürgermeister über den Vorteil, die die damaligen sogenannten Zubringerschulen für die jungen Schüler hatten. „Was man den Kindern heute antut, wenn sie schon frühmorgens mit dem Bus zur Schule fahren müssen“, brachte der 94-Jährige, der bis vor kurzem in Kamern zu Hause war, sein Unverständnis über Schließungen von Grundschulen auf dem Land zum Ausdruck.
Mit Anneliese Schulze sprachen Bernd Poloski und Sigrid Wiedenhöft über ihre Zeit als Ärztin in Breddin. Von 1958 bis 1988 war sie dort tätig. Anke Rehfeldt kennt sie noch aus dieser Zeit.
Im Seniorenzentrum gab es am Nachmittag des Heiligen Abends eine Christvesper mit Andacht und Kaffeetrinken, um die sich die Sozialbetreuer Petra Koropka, Rena Sander, Mandy Schäler, Elke Straßenburg, Kerstin Neumann und Sabine Panhans kümmerten. Dann verteilte der Weihnachtsmann Geschenke. Für jeden Bewohner gab es in diesem Jahr einen Havelberg-Kalender.


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