Nachwuchs startet beim Plattdeutsch-Wettbewerb

Datumsbezug: 20.11.2017
Die Plattschnacker der Havelberger Arbeitsgemeinschaft starteten erfolgreich in Mieste.

Erfolgreich haben fünf Mitglieder der Havelberger Plattdeutsch-AG am regionalen Vorlesewettbewerb in Mieste teilgenommen, berichtete deren Leiterin Elke Joachim. Vier der Gymnasiasten und Sekundarschüler schnacken schon seit ihrer Grundschulzeit Platt und waren wieder mit vollem Herzen bei der Sache.
In der Klassenstufe 7 bis 9 belegte die Havelbergerin Jessica Zimmermann den zweiten Platz, Sophie Schmok aus Garz folgte auf Platz drei, mit dabei war hier zudem Antonia Lösch. Insgesamt zeigten hier acht Vorleser ihr Können. Noah Freundt aus Nitzow startete in der Klassenstufe 5/6.
Auch seine Schwester Lilli Freundt war mit dabei. Doch weil vom Gymnasium bereits Jessica und Sophie starteten, konnte sie nicht antreten: Je Schule sind maximal zwei Vorleser erlaubt. Lustig war die Geschichte, welche Noah vorlas: „Kööm förn Bäcker“. Dieser fuhr übers Land – und von jedem Kunden bekam er einen Schnaps.

Der Vorlesewettbewerb fand zum 23. Mal statt. Die Havelberger AG hatte seit ihrer Gründung im Jahr 2000 an allen Ausscheiden teilgenommen. Ausgerichtet wird dieser Wettbewerb vom Landesheimatbund in Zusammenarbeit mit dem Sparkassenverband.

Einmal in der Woche trifft sich die Plattdeutsch-AG, doch ist es nicht leicht, die Schüler aus verschiedenen Klassen und Schulen immer alle zusammen zu bekommen. Alle sind mit Spaß dabei und bewahren so die alte Muttersprache der hier lebenden Menschen vor dem Vergessen. Der Heimatverein Havelberg fördert die Arbeit der AG seit Jahren finanziell, davon werden Fahrten und Bücher finanziert – dafür sagt die AG herzlich danke.
Froh ist Elke Joachim darüber, dass in der Grundschule acht Kinder ebenfalls die alte Sprache erlernen. Ihre öffentliche Premiere erleben sie beim weihnachtlichen Plattnachmittag des Heimatvereins am 2. Dezember im Paradiessaal am Dom.


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